Züchter und Deckrüden

Interesse an der Zucht? logo-perfekt

Derzeit bin ich logischer Weise die Einzige, die den Sandros Leisha Dog züchtet, diese Idee kreiert hat und verfolgt. Die Rasse ist auf mich eingetragen, die Rassebezeichnung ist eine eigene „Marke“, die Zuchtvorstellungen haben sich mit der Zeit entwickelt und immer wieder verändert, wir bearbeiten das Zuchtbuch und wir sind es, die für den Sandros Leisha Dog Papiere ausstellen.

Das hat den Sinn, dass ich mir nicht vorschreiben lassen möchte, was ich tun oder lassen soll, denn was dabei rauskommt, kann ich hinlänglich sehen, egal welche Rasse ich betrachte. Ich wiederhole es gerne. Um etwas zu ändern, muss man es tun, fallweise auch mit einem Sturschädel und nicht nur darüber reden und andere machen lassen.

Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es auch andere gibt, die sich mit der Zucht des Sandros Leisha Dogs beschäftigen wollen. Das ist durchaus möglich. Das können Personen sein, die einen Schäferhund besitzen, einen Nordlandhund oder einen Wolfshund.

Bei Schäferhunden handelt es sich um die Rassen Belgischer Schäferhund (bis auf den rauhaarigen Schlag), Weißer Schäferhund und DDR Deutscher Schäferhund.

Beim Wolfshund geht es um die Rassen Sarloos Wolfshund, Tschechoslowakischer Wolfshund, American Indian Dog, Marxdorfer Wolfhund oder Wolfshundhybriden, wobei erkenntbar sein muss, woher der Hund stammt und wie er gezogen wurde.

Bei den Nordländern sind für uns nur die Rassen Sibirien Husky, Alaskan Malamut und auch sogenannte Sledgedogs interessant, wobei bei denen auch wieder nachweisbar sein muss, woher sie stammen und wie sie gezogen wurden.

Wir sehen uns die Daten der entsprechenden Tiere an und schreiben Erbkrankheitentests über DM (Degenerative Myelopathie), MH (Maligne Hyperthermie) und SLC (Hyperurikosurie) für alle Rassen vor. Je nachdem welche Rasse in die Zucht gehen soll, können andere Gentest anfallen. Auf www.laboklin.com kann man entnehmen, welche Erbkrankheit für die jeweile Rasse getestet werden sollte. Zum Beispiel MDR 1 (Ivermectin Überempfindlichkeit) betrifft lediglich Rassen wie den Weißen Schäferhund, Collies und Collieartige, wie auch den Deutschen Schäferhund und noch zwei, drei andere). Es macht keinen Sinn einen Husky auf MDR 1 zu testen, wenn er grundsätzlich nicht betroffen ist.

Dazu braucht jeder Zuchthund eine HD und ED Auswertung, eine Bestätigung über sein Gebiss und beim Rüden, eine Bestätigung darüber, dass seine Hoden beide vorhanden und in Ordnung sind. Zudem ist eine Ahnentafel für den einzelnen Zuchthund erforderlich bzw. ein Nachweis, woher er stammt und wie er gezogen wurde. (American Indian Dogs, Sledgedogs und so manche Wolfshundhybriden besitzen keine Ahnentafel, was aber nicht heißt, dass man keine Nachweise hat)

Wir entscheiden, ob der Hund in die Zucht gehen kann und ob eine Zuchtgenehmigung erteilt wird. Das kann eine Deckgenehmigung, wie auch eine Zuchtgenehmigung für eine Hündin sein, die allerdings zeitlich begrenzt ist. Wir wollen wirklich niemanden schikanieren oder ärgern, aber wir werden sehr oft belogen, so richtig schon angeschwanert und uns werden auch sehr oft Hunde angeboten, die angeblich zuchttauglich sind, alle Papiere haben, wobei dann herauskommt, dass es sich bei den „Papieren“ um den Impfpass handelt, der in Tschibutti ausgestellt worden ist und der Tierbesitzer nicht mal annähernd weiß, dass man Vorsorge tragen sollte, damit man in seiner Zucht keine Erbkrankheiten verbreitet, die durch einen banalen Gentest festgestellt werden können. Wir hatten auch schon Kontakt zu so manchem Möchtegernzüchter, der einfach kein Geld in seine Zucht investieren wollte. Ich kann diesen Leuten natürlich nicht verbieten zu züchten, aber sie dürfen weder meinen Namen noch unsere Rassebezeichnung verwenden, noch erhalten sie von uns eine Ahnentafel.

Es gibt keinen Sandros Leisha Dog ohne Ahnentafel aus dem Silvermoonkennel.

Genauso wie es kein American Quarterhorse ohne nordamerikanische Papiere gibt und selbst die haben Regeln, die für die Zucht einzuhalten sind. Sie sind nicht schwer, es kostet lediglich Zeit und Geld.

Aber wie will jemand seine Zucht gestalten, wenn er noch nicht mal dazu bereit ist, zu überprüfen, ob die Elterntiere gesund sind?

Bei den Gentests wird lediglich ein Backenabstrich beim Hund entnommen und eingeschickt. Auch kein großer Aufwand. Laboklin untersucht diesen Abstich und stellt fest, ob der Hund frei von der jeweiligen Erbkrankheit ist, ob er Träger oder eben betroffen ist. Ein Trägertier wird nicht zwangsläufig krank, vererbt aber weiter, was er in sich trägt. Ein DM Träger verpaart mit einem DM Träger ergibt einen betroffenen Welpen. Dinge, die nun wirklich nicht sein müssen. Betroffene Tiere haben nach unserer Auffassung in der Zucht sowieso nichts verloren.

Vielleicht versteht nun der ein oder andere, warum wir da ein wenig aufpassen. Wir wollen eine Rasse, die in Ordnung ist und bleibt, das geht nur mit etwas Wachsamkeit.

Wer jetzt Lust hat, sich mit der Sandros Zucht zu befassen oder glaubt einen Deckrüden zu besitzen, der kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen. Wir gehen jeden Fall einzeln durch und schauen und jeden Hund an. Es gibt auf dieser Welt genug kluge Menschen mit tollen Hunden, die halten sich leider nur etwas versteckt. Aber vielleicht fühlen sie sich durch meine Zeilen angesprochen und melden sich.

Ich habe kein Monopol auf meine Idee, aber ich möchte sie mit Hirn und Verstand weitergeben, um die Rasse nach meinen Vorstellungen zu erhalten, damit nicht der gleiche Fehler gemacht wird, wie er schon bei vielen anderen Rassen gemacht worden ist.

Wolf and eagle color painting, feathers background, multicolor collage illustration.