Welpenfutter mixen und füttern

Das Füttern unserer Hunde ist heute nahezu schon ein wissenschaftliches Thema und wird viel diskutiert. Der eine schwört auf dies, der andere auf das, der eine bevorzugt jene Marke, der nächste eine andere und der übernächste …. was, du gibst deinem Hund Joghurt oder Essensreste? Wie kann man nur.

Getreidefrei muss es sein, am besten ohne Gluten, ohne Lactose ohne Furz und ohne Grashalm … ah, Monoprotein, das habe ich vergessen. Mir stellt es bei der ganzen Wissenschaft manchmal regelrecht die Haare auf, denn ich entstamme noch einer Zeit, wo es diese ganzen Trockenfuttersorten noch gar nicht gab. Aber die Hunde wurden trotzdem satt. Für kleinere Hunde gab es schon Dosenfutter und für größere wurden gekocht. Fleisch vom Metzger, gemixt mit Gemüse, Reis, Nudeln, vielleicht ein paar Haferflocken und jeder Hund bekam die Reste vom eigenen Mittagstisch. Kein Hund ist je daran gestorben und wenn ich mir heute so ansehe, was Hunde scheinbar so alles haben können … ehrlich, das gab es vor 35 Jahren noch nicht.

Ich gehöre jedenfalls zu den Leuten, die sich einen Shit um getreidefrei, ohne Gluten und was weiß ich noch für einen Schmäh kümmern. Meine Hunde bekommen so ziemlich alles, was Gott verboten hat und sind sind gesund und vor allem Leistungsfähig. Wir füttern keinen Müll, ganz klar, aber wir werfen auch nichts weg. Wir geben Trockenfutter nicht trocken und wir geben unseren Hunden auch Schweinefleisch in Form von Pfoten oder Ohren. Unsere Hunde mopsen den Pferden ihr Kraftfutter, fressen Heucops, stehlen Karotten und Äpfel und ich habe nie kranke Hunde. Allergien haben meine Hunde schon mal gar nicht.

In diesem Video möchte ich zeigen, wie wir unser Welpenfutter herrichten, für all jene, die auf industriell gefertigtes Futter stehen. Es geht auch auf natürliche Weise, denn Hunde sind nach wie vor Fleischfresser, auch wenn es immer wieder Menschen gibt, die mir erklären wollen, ihr Hund würde kein Fleisch vertragen. Nun, da muss aber mächtig was schief laufen, wenn ein Fleischfresser kein Fleisch verträgt. Da liegt der Fehler wohl irgendwo anders. Es kann sein, dass ein Hund Dünnpfiff auf Fisch bekommt, nicht weil er eine Allergie hat, sondern weil er es schlicht nicht gewohnt ist. Der Darm schreit und das Zeug muss raus. Allergien können durch Farbfehlzüchtungen genetisch verankert sein. Die sind nicht heilbar. Die graue Farbe bei der Bulldogge, beim Labrador oder auch beim Dobermann deuten auf das Dilution Gen hin, was sich oft, nicht immer, aber oft negativ auf den Organismus auswirkt. Würde Menschen auf einen silbernen Labrador oder einen grauen Dobermann verzichten, dann hätten viele auch nicht diese genetischen Probleme.

Es mag Hunde geben, die auf dieses oder jenes einfach reagieren oder es nicht richtig verdauen. Aber Fleisch, einfaches Fleisch, sollte jeder Hund verdauen können. Wenn ein Kaninchen sein Grünfutter nicht mehr fressen kann, läuft ja auch was schief.

Zudem sollte man nicht vergessen, dass sich der Hund im Laufe der Zeit zu einem Allesfresser entwickelt hat. Straßenhunde fressen Dinge, von denen man gar nicht wissen will, dass sie sie gefressen haben. Eine hochwertige Ernährung kennen diese Hunde nicht, leben aber auch. Wir Menschen sind es, die sich einbilden, dass Hunde nur noch dies oder das fressen dürfen und die Amok laufen, wenn der Schiss mal dünner ist. Wenn man es wegmachen muss, ist es natürlich unangenehm, aber selbst wir Menschen kacken nicht immer gleich und denken uns dabei aber auch nicht. Wir hier am Land essen, was auf den Tisch kommt. Diese neumodischen „Unverträglichkeitseinbildungen“ (Gluten, Laktose, usw.) kennen viele hier draußen nicht und wollen es auch nicht kennen. Es gibt Menschen, die verzichten freiwillig auf Nahrungsmittel und wenden sich nur einer Gattung zu. Veganer zum Beispiel. Seinen Hund jetzt aber ebenfalls auf „vegan“ umstellen zu wollen, grenzt an debile Idiotie, denn man kann aus einem Fleischfresser keinen Pflanzenfresser machen, genausowenig, wie man aus einem Pflanzenfresser einen Fleischfresser machen kann. Pferd frisst Grad und Heu, kein Schnitzel und auch keinen Schweinsbraten, Hund würde zu Schnitzel und Schweinbraten in roher Form nicht nein sagen, kriegt aber die Krise, wenn er sich von Gras und Heu ernähren muss.

Ein Hund, der so gut viel alles gewohnt ist, alles frisst, wird auch alles verdauen. Und dann braucht man sich auch keine Gedanken mehr Allergien zu machen. Ein Hund, der nur Dosenfutter kennt und nur eine Sorte Trockenfutter, wird einseitig ernährt und wird natürlich auf etwas anderes reagieren … weil er es nicht kennt.

Hier also ein Beispiel wie es ausschaut, wenn wir „Matsch“ herrichten.