Böse Kritik

Für all jene, die immer wieder glauben, mir ans Bein pinkeln zu müssen!

Zunächst möchte ich bemerken, dass mir wohl bewusst ist, dass meine Hunde, meine Idee, meine Zucht und insbesondere ich in diversen Foren und Social Networks von Zeit zu Zeit durchdiskuktiert beziehungweise durch den Kakao gezogen werden.

Grundsätzlich ist mir dies egal. Ich lese keine Foren, hechle diesen Diskussionen nicht hinterher, ärgere mich nicht und freue mich nicht. Sie sind mir schlicht wurscht. Bemerkenswert ist, wie interessant ich doch immer mal wieder bin und wie gern man doch über mich spricht. Zudem frage ich mich wiederholt, ob die Leute heutzutage wirklich nichts anderes zu tun haben, als Personen, die sie noch nie gesehen haben, die sie nicht kennen und von denen sie nur etwas „gehört“ haben, fallweise aufs niederträchtigsten zu beschimpfen und Behauptungen aufzustellen, denen jede Grundlage fehlt, eben, weil man nur etwas „gehört“ hat und dies, ohne es zu hinterfragen, für bare Münze nimmt und weitergibt.

Ich scheibe dies deshalb, da ich immer wieder von Menschen angesprochen werden, die mich und meine Hunde besuchen, ob ich das nicht wüsste. Doch ja, weiß ich, aber ich habe definitv etwas anderes zu tun, als mich über irgendwelche Kommentare in irgendwelchen Foren, die von irgendwelchen Leuten aufgestellt worden sind, zu ärgern. Zudem sei gesagt, dass sich unter diesen Leuten Menschen befinden, die mir, meiner Familie und meinen Hunden drohen (und diese Drohung sind nicht harmlos), die uns schwerst beleidigen, beschimpfen und auf die Anonymität des Internetes setzen, nicht erwischt zu werden. Ich muss mit diesen Dingen leben, tue es schon sein Jahren.

Zur allgemeinen Erklärung: Ja, wir betreiben eine Zucht, die „anders“ ist. Wir beschreiten andere Wege, schwimmen nicht mit dem Strom und machen es nicht so, wie andere es gerne hätte. Psychiologisch gesehen haben die, denen das ein Dorn im Auge ist, ein Problem, und nicht ich, denn sie können sich nicht mit meiner Idee anfreunden. Das ist auch deren Sache. Es gibt Menschen, die finden es gut, was wir machen, es gibt auch solche, die finden es sonderbar oder auch nicht so gut, vielleicht auch falsch. Ich kann es nicht jedem Menschen auf dieser Welt recht machen. Dennoch frage ich jetzt allen Ernstes alle Querulanten: Was ist so falsch daran? Was ist so falsch daran, eine Hunderasse zu „erfinden“, sie auch eintragen zu lassen, mit dem Grundgedanken, der ewigen Inzucht und Verschönerungszucht aus dem Weg zu gehen? Was ist so schlimm daran, sich zu bemühen, genetischen Defekten so gut es geht aus dem Weg zu gehen? Was ist so tragisch, einen Hund zu kreieren, sich an Mutter Natur zu orientieren und ihn so naturnah wie nur möglich zu züchten? Was ist so schön an einer Bulldogge, deren Gesicht so plattgezüchtet ist, dass sie ihr Leben lang Schwierigkeiten beim Atmen hat? Was ist so toll an einem Deutschen Schäferhund, der vor lauter menschlicher Schönheitsvorstellung einen Körper besitzt, den er fallweise kaum noch zu bewegen imstande ist und der vor lauter genetischer Isolation ein Genpol aufweist, dass es vor lauter Defekten nur so rauscht? Was ist so toll an einem Cocker Spaniel, dem seine überlangen Ohren hinderlich sind, der regelmäßig an Schere und Schermaschine muss, um ihn pflegen zu können, und der die genetisch bedingte Cockerwut mit sich trägt? Was an einem Cavalier King Charles Spaniel, dessen Kopf zu klein für seine Hirnmasse ist?

Ich möchte jetzt nicht über sämtliche Hunderassen lästern, denn auch diese Tiere haben ihre Lebensberechtigung, dennoch ist mir klar und bewusst, dass in den verschiedensten Zuchten einiges schief gelaufen ist, wenn man diverse Rassen von einst mit dem heutigen Erscheinungsbild vergleicht. Ich kann nicht behaupten, dass sich so viel verbessert hat. Vieles hat sich zum Leidwesen der einzelnen Rasse nur extremisiert und die Liste an Krankheitsbildern um einiges verlängert. Es lebe die In- bzw. Linienzucht.

Zudem wird auch immer wieder behauptet, ich würde ja nur irgendwelche „Mischlinge“ züchten. Nun, was ich mache und tue und welcher Grundgedanke dahintersteckt, lässt sich auf dieser Homepage sehr gut nachlesen. Ich mache nicht „irgendwas“, sondern habe mich sehrwohl mit der Materie befasst. Unsere Rassehunde werden immer degenerierter, lebensunfähiger und kränker. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern das hat schon „Helmuth Wachtel“ in seinem Werk „Hundezucht 2000“ angemerkt. Zudem sei bemerkt, dass es viele, viele heutige Rassen gar nicht geben würde, wenn sich nicht irgendjemand gewagt hätte, andere Rassen einzukreuzen. Der gemeine „Collie“ zum Beispiel, ist eine Kreuzung aus Romanischen Herdenschutzhunden und germanischen Alpenspitzen. Die Amerikaner und Australier gründeten ihre eigenen Collieclubs, weswegen der Collie Stammvater des australischen Cattledogs und des Kelpies ist. Weiters ist der heutige „Eurasier“ eine Kreuzung aus Chow-Chow, Samojede und Wolfsspitz. Die Rasse entstand durch ein paar Enthusiasten im Jahre 1960, durch Anpaarung von Chows und Wolfsspitzen, zwölf Jahre später, also 1972 wurde der Samojede eingekreuzt und zack 1973 wurde die Rasse schon anerkannt. Ob man da wirklich schon von „Reinblütigkeit“ (so wie es die FCI immer haben will) sprechen kann, wage ich mal zu bezweifeln. Selbiges mit dem heutigen Weißen Schweizer Schäferhund. Zuerst sonderte man die weiße Farbe bei den Deutschen Schäferhunden wegen Nichtgefallen aus. Die Amerikaner und Kanadier übernehmen die Weiterzucht des Weißen Deutschen Schäferhundes, bis er bei uns unter Amerikanisch Canadischer Schäferhund wieder auftauchte. Da dieser Name aber nicht FCI Komform war, wurder er zum Weißen Schäferhund. Die Schweiz hat diesen Hund erstmals anerkannt, weswegen man ihn schließlich Berger Blanc Suisse nannte, also Weißer Schweizer Schäferhund. Damals als Mischrasse gesehen und wegen seiner weißen Farbe belächelt, gilt er heute als eigenständige Rasse. Nur um einige Beispiel zu nennen.

Es gibt unzählige nicht anerkannte Rasse. Von den Designerrassen wie Labradoodle und Cockerpoo mal abgesehen, existieren da noch der „Elo“, der „Tschech German Shepherd“ auch der „Altdeutsche Schäferhund“ um einige bekannte Rassen zu nennen. Aber es sind viele, viele mehr, meist durch Einkreuzung entstanden. Nun auch wir sind Enthusiasten und versuchen so naturnah wie möglich zu bleiben, der Inzucht aus dem Weg zu gehen und einen Hund zu schaffen, der ein leicht führbares Wesen besitzt, eine Statur ähnlich dem Wolf besitzt, eine hohe genetische Population aufweist, fallweise im Aussehen dem Wolf alle Ehre macht, aber dennoch ein Hund ist und bleibt. Wie wir das tun, steht auf der Homepage beschrieben, denn wir machen uns sehr viele Gedanken, und investieren viel Geld und auch viel Zeit in unsere Zucht. Wir haben Spaß daran, halten unsere eigenen Hunde im Rudel, benötigen keine Zwinger, was nur geht, wenn man den gnzen Tag zuhause ist. Nein, um das auch mal klarzustellen. Ich lebe nicht von der Hundezucht. Das würde sich im Leben nicht ausgehen, wäre gar nicht machbar. Ich bin Buchautorin, kann, Gott sei Dank, von Zuhause aus arbeiten und habe mein Hobby „Hund“ zu einer Berufung gemacht.

Ach, weil es auch immer wal wieder zur Sprache kommt. Nein, wir stellen keine FCI Papiere für unsere Hunde aus (das wäre Betrug und das haben wir nicht nötig), arbeiten weder mit der FCI (ÖKV) zusammen noch steht uns der Sinn danach. Wir streben keine Anerkennung der Rasse „Sandros Leisha Dog“ an, sondern wollen sie als „frei“ bezeichnen können, denn was man aus Rassen machen können, wie kaputt sie gezüchtet werden können und das unter dem Deckmantel eines großen Vereins, kann ich jeden Tag sehen, brauche nur auf die Straße zu gehen. Leben und leben lassen. Andere sollen das machen, was sie für richtig halten, ich mache eben das, was ich für richtig halte, wenn jeder das akzeptiert, hätte auch jeder seine Ruhe. Ich beute meine Hunde nicht aus, vermehre nicht hirnlos und verdiene mir damit auch keine goldene Nase, was viele immer mal wieder glauben und dabei fast vor Neid zerplatzen. Kaum jemand weiß, wieviel Arbeit ein Rudel und eine Hundezucht bedeutet und wieviel Geld sie verschlingt, denn diejenigen, die sich darüber aufblasen, haben vermutlich noch nicht mal einen Chihuahuawelpen großgezogen. Mein Hof ist für meine Dogs da, genauso wie ich mich meinem „Hobby“ total und gänzlich verschrieben habe.

Wer jetzt immer noch schimpfen und mich, gesichert durch die Anonymität des Internetes, beleidigen möchte, kann dies gern weiterhin machen. Es gibt immer wieder Menschen, die sich gerade durch solche Einträge inspirieren lassen, bei mir anrufen und überrascht davon sind, dass sich keine ausgekochte Hexe oder dumme Landpomeranze am Telefon meldet, sondern jemand, der sich über die Jahre hinweg ein großes Allgemeinwissen über Hunde angeeignet hat. Kommen diese Menschen dann bei mir vorbei, sind sie meist restlos begeistert und können nicht nachvollziehen, was irgendwo in irgendeinem Forum geschrieben steht. Eigentlich müsste ich diesen „Schimpfern“ ja dankbar sein, denn durch sie melden sich sehr viele Menschen bei mir, die einfach neugierig sind und nicht ganz glauben können, was da irgendwo geschrieben steht.

In diesem Sinne danke ich schonmal für die Negativwerbung, die neben der Positivwerbung einen weit besseren Effekt hat.

 

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