Projekt 1: Hund für behinderten Menschen

Viele werden es wissen, manche auch nicht. Es ist heutzutage, ich weiß es von Österreich, aber in der Schweiz und in Deutschland wird es nicht viel anders sein, auch wenn mit kleinen Unterschieden, sehr schwer, an einen vernünftigen Hund zu kommen, der sorgsam großgezogen worden ist, ein schones Babyzeitalter hatte und bei dem auch die Elterntiere mit Know How in die Zucht eingegliedert worden sind.

Wer macht heute schon genetische – oder gar Röntgenuntersuchungen, um die Gefahr, dass der Welpe einen Defekt vererbt bekommt, zu minimieren. Oftmals wissen gewisse Hobbyzüchter noch nicht mal, was das genau ist. Die Züchter, die das wissen und sich sehr darum bemühen, sind gezählt und verlangen natürlich für ihre Welpen Geld, da sie das, was sie in die Zucht hineingesteckt haben, auch wieder sehen wollen.

Aber für so manchen Menschen wird es dann schwer, einen geeigneten Hund zu finden. Ich denke da an behinderte Menschen oder an Menschen mit behinderten Familienangehörigen, bei denen der Geldbeutel oft sehr eng sitzt. Für solche Leute ist es nahezu unmöglich, einen ausgewählten Hund von einem Züchter von Preisen zwischen 1000,- bis 2000,- zu erstehen. Dabei wäre so ein Hund für so manchen Menschen mit Behinderung, der vermutlich in der Gesellschaft sowieso schon schräg angeschaut oder gar ausgegrenzt wird, der Freund, der nicht schräg guckt und der seinen Menschen liebt, egal, wie viel Behinderung er hat. Es hat sich schon oft gezeigt, dass Menschen mit Behinderungen mit einem Hund an ihrer Seite besser und optimistischer durchs Leben gehen, als solche, die ohne Tiere aufwachsen.

Nun, unsere Idee ist, so einen Menschen mit einem Sandros zu bereicher und das kostenlos!!!

Wir verlangen lediglich, dass die Familie sich durchaus bewusst ist, welche Verantwortung sie übernehmen, also den Hund nicht als Wegwerfartikel betrachten, sich der Hundehaltung im Klaren sind und nicht mitten in der Stadt wohnen. Stadtrand oder direkt im Grünen ist ein Muss.

Wir prüfen natürlich, ob es wirklich ein Mensch mit Behinderung ist, da wir wissen, dass es Menschen gibt, die so ein Angebot voll ausnutzen, um an einen kostenlosen Hund zu kommen. Nein, so ist es nicht gedacht.

Wir haben für diese Aktion einen besonderen Hund ausgewählt.

 

Ihr Name ist „Nauja of Silvermoon“.

Nauja hat ihren Partner erhalten.

 

 

Nauja hat einen Job. Sie ist zu einer Mutter mit ihrem schwer ADHS kranken Kind gekommen. Der Junge ist vier Jahre alt und die Mama möchte weitgehend auf Medikamente verzichten. Ihre Idee, ein Tier in der Familie, damit der Junge lernt, ruhig mit dem Tier umzugehen. Immer wieder höre ich, was ist wenn das Kind den Hund schlägt oder misshandelt, weil er krank ist. Nun, der Kleine mag hibbelig sein, aber er ist nicht aggressiv. Zudem kenne ich genug gesunde Kinder, die auch nicht gerade zahm mit Haustieren umgehen. Wenn es überall ein wenn und ein aber gibt, dann wäre es besser, alle Behinderten abzuknallen und zu vergraben und die, die ständig irgendwas zu bemängeln haben, gleich hinterherzuschmeißen.

Der Junge hat sich sehr über den Hund gefreut, wie auch die Mama, die weinend in meinem Büro stand, weil sie es nicht glauben konnte, dass der Wunsch nach einem Hund Wirklichkeit wurde. Im Tierheim fand sie keinen passenden und auch sonst war es für sie schwer, einen zu finden. Viel Geld hat sie nicht. Ein Kaufpreis für einen teuren Welpen ist für sie nicht bezahlbar. Für sie fiel gerade Weihnachten und Ostern auf einen Tag. Mir hat es sehr viel Vergnügen bereitet, zu sehen, wie sich Menschen freuen können und sie hat mir auch unter Tränen erzählt, wie sich ihr Kind gefreut hat. Natürlich müssen sich alle erst aneinander gewöhnen, aber ich bin guter Dinge, dass das hinhaut. Wir werden sicher noch von Nauja hören.

Projekt abgeschlossen!