Rasse

Der Alaskan Malamute ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse, gehört zur Gruppe 5 der Spitze und Hunde vom Urtyp und ist eingeteilt in die Sektion „Schlittenhunde“.

Wir streben, wie auch beim Sandros Leisha Dog, allerdings keine FCI Zucht an, da wir der Meinung sind, dass der Alaskan Malamute ein uriger lauffreudiger Schlittenhunde bleiben und nicht durch Schönheitszuchten verunstalten werden soll. Verunstaltet heißt, es wurde ihm bereits eine zu gerade Hinterhand angezüchtet, die aber verhindert, dass er beim Ziehen des Wagens oder des Schlittens genug Schubkraft entwickelt. Teilweise wurde der Körper zu massig, die Beine zu kurz, was ja für einen Schlittenhund eher kontraproduktiv ist. Es gibt bereits die „Giant“ Züchtungen und auch die Züchtungen mit übermäßig viel Fell, was für den Malamute auch nicht unbedingt von Vorteil, sogar eher hinderlich ist.

Der Alaskan Malamute ist der State Dog von Alaska und ziert dort auch das Wappen von Yukon. Er war ein sehr gefragte, gebrauchtsfähiger Hund, der in seinen Familien lebte, aber eben gebraucht wurde, wenn Lasten zu ziehen waren.  Ihn „schön“ zu züchten ist genauso verkehrt, wie ihn zu verunstalten. Aber die Zuchtlust des Menschen hat auch vor dieser Rasse nicht Halt gemacht.

Wir können uns beim besten Willen nicht vorstellen, wie ein Hund, der so groß ist und so viel Fell besitzt, noch irgendeine Aufgabe verrichten kann, ohne unter seinem Gewicht oder der Masse an Pelz einzugehen. Aber diese Zuchtformen erfreuen sich gerade in den USA, welches das Ursprungsland des Malamutes ist,  immer größerer Beliebtheit. Eine Katastrophe finden wir, deswegen wollen wir versuchen, den Ursprung dieses absolut schönen Hundes zu erhalten. Ein mittelgroßer Hund, schwerer als der Husky, mit mehr Kraft und Power, der aber durch seinen eigenen Körper nicht behindert wird.

Blaue Augen: 

Ein immerwährendes Thema beim Malamute. Hat er nun blaue Augen, kann er sie haben oder nicht? Nun, laut FCI Standard sind sie nicht erlaubt, was aber nicht heißt, dass es sie nicht gibt. Ein Malamute in der FCI würde sofort aus der Zucht fliegen, wenn er blaue Augen hätte. Blaue Augen sind dem Husky und auch anderen Rassen vorbehalten, nicht dem Malamute. Nun, wir haben gute Freunde in Kanada, die schon seit ewig und dreihundert Jahren Malamutes, Grönländer und auch Huskys züchten und kein Problem damit haben, wenn der Malamute blaue Augen hat. „Wichtig ist, dass er gesund ist, laufen kann und den Schlitten zieht. Seine blaue Augen stören ihn dabei nicht“, war die Antwort auf meine Anfrage hin.

Junger Malamute Rüde mit blauen Augen

Es mag Ansichtssache sein, ob der Malamute nun blaue Augen haben darf oder nicht. Der eine sagt ja, der andere wendet sich entschieden ab und schreit Zeter und Mordio. Wenn das allerdings das einzige Problem in der Zucht ist, nun …. wenn man sonst keine Probleme hat. Wichtiger wäre wohl die genetischen Defekte zu überprüfen, allen voran AMPN (Alaskan Malamute Polyneuropathie), damit keine Welpen mit Nervenschäden geboren werden. Was ist schon ein Malamute mit blauen Augen, wenn er AMPN haben könnte. Das eine schaut maximal eigen aus, das andere ist eine Krankheit, die in ihrer Ausprägung mehr oder weniger stark sein und bis zum Einschläfern des Hundes führen kann. Da sind die blauen Augen aber genau meine hundertundzwanzigste Sorge.

Alaskan Malamutes sind Hunde, die die Kälte außerordentlich gut vertragen. Minusgrade, weit unter dem was wir uns vorstellen möchten, ist für sie kein Problem. Es gibt sogar Leute, die sagen: Erst bei fünfzehn Grad minus taut ein Malamut auf. Na, so extrem haben wir es nicht beobachtet, aber definitiv sind sie sehr gut an die Kälte angepasst, sodass sie gut draußen gehalten werden können. Unsere Malamutes schlafen sehr gerne im Hof, unter freiem Himmel, auch im Winter und haben eigentlich keinen wirklichen Bock darauf, hereinzukommen. Aber wenn es feuchtkalt wird und der Wind geht, dann zieht es sogar den Malamute ins Warme. Wir überlassen unseren Hunden die Entscheidung, weil es uns egal ist. Allerdings hat ein Malamut in der Stadt, wo im Sommer der Asphalt kocht, es kaum Bewegungsmöglichkeiten gibt und die Hitze richtig steht, genau nichts verloren. Malamutes sind eigentlich freundliche Hunde, aber wenn sie gezwungen werden, in einer kleinen Wohnung zu leben, die Bewegung auf eine Stunde an der Leine durch die Stadt gehen reduziert wird und er zudem mit unglaublicher Hitze zu kämpfen hat, braucht sich nicht wundern, wenn der Malamute auch mal lästig bis aggressiv wird. Das ist einfach nicht sein Leben und er kann es nicht anders zeigen. Auch wenn er ein schöner Hund ist, ihn in der Stadt halten zu wollen, ist Tierquälerei. Den Besitzern ist meist schon die Möglichkeit des regelmäßigen Ausbürstens verwehrt (ich habe schon oft Huskys und Malamuts gesehen, die fruchtbar ungepflegt waren, gestunken haben  und sich schon selbst in ihrer Haut nicht mehr wohl fühlten). Ihn zu scheren … gute Nacht, das ist das Letzte, was man so einem Hund antun kann. Das Fell ist kaputt, wächst nie wieder richtig nach, hat kahle Stellen und man nimmt dem Hund den einzigen Schutz weg, den er eigentlich hat. Fell schützt nicht nur vor Kälte, Fell schützt auch vor Hitze und äußeren Einflüssen und Fell gehört nun mal gepflegt und nicht abgeschnitten, zumal beim Scheren die dichte Unterwolle ja trotzdem bleibt, denn die gehört im Idialfall ausgebürstet, sodass auch Hautschuppen mehr oder weniger vom Hund fallen können. Von den vielen anderen „kleinen“ Dingen, die in einer Stadt nicht möglich sind, rede ich mal lieber nicht. Ein Malamut ist für die Natur gemacht, nicht für Betonbauten und Asphaltstraßen.

Wir wollen wieder einen Urtyp Malamute haben. Ein Hund, der Lasten zieht, der gut laufen kann, der keiner Schönheitszucht unterworfen ist und der robust und unempfindlich ist. Wir verzichten ganz bewusst auf FCI Hunde oder auch auf FCI Papiere, denn die Erfahrungen, die wir bereits mit FCI Züchtern gemacht haben, sind mehr als nur denkwürdig. Zudem wollen wir uns keiner Verbandskörperschaft unterwerfen, sondern unsere eigenen Ideale umsetzen … die Erfahrung dazu hätten wir.

Junge Malamuthündin im Sommer